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	<title>Lebenshilfe Österreich</title>
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	<description>Gelebte Gleichstellung von Menschen mit Lernschwierigkeiten</description>
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		<title>ABC der Inklusion &#8211; B wie Bildung für Alle</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 08:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter Inklusion bedeutet für alle BürgerInnen, von Anfang an, von vornherein dabei zu sein, mit allen Möglichkeiten die die Gesellschaft ihren Mitgliedern bietet, aber auch allen Pflichten. Das heißt, als Bürger oder Bürgerin den öffentlichen Verkehr zu nutzen, die Serviceleistungen der Ämter in Anspruch zu nehmen, als Schülerin die Regelschule zu besuchen, als Mieterin eine [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p>Inklusion bedeutet für alle BürgerInnen, von Anfang an, von vornherein dabei zu sein, mit allen Möglichkeiten die die Gesellschaft ihren Mitgliedern bietet, aber auch allen Pflichten. Das heißt, als Bürger oder Bürgerin den öffentlichen Verkehr zu nutzen, die Serviceleistungen der Ämter in Anspruch zu nehmen, als Schülerin die Regelschule zu besuchen, als Mieterin eine Wohnung zu haben oder als Kundin Dienstleistungen zu wählen. Dieses Recht auf Teilhabe soll für alle gelten, egal wie ihre Begabungen oder Fähigkeiten sind, egal aus welcher Kultur sie oder ihre Eltern stammen, egal wie ihre religiöse oder weltanschauliche Überzeugung aussieht oder wie ihre sexuelle Orientierung ist. „Es ist normal, verschieden zu sein“, hat einmal de  bedeutende deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker in einer Rede vor der deutschen Lebenshilfe gesagt.</p>
<p>Recht auf Teilhabe, Bürgerpflichten, Fähigkeiten zu erkennen und einzusetzen: Wo lernen wir das? In der Schule, in der Gemeinde, in der Berufsausbildung, in der Erwachsenenbildung oder auf der Universität.</p>
<p>Daher ist es eine zentrale Forderung, dass es Bildung und vor allem eine Schule für alle gibt mit gleichen Zugangsmöglichkeiten, mit einem auf die Bedarfe und Fähigkeiten jeder einzelnen Person zugeschnittenen  Lehrplan, der nötigen Unterstützung, einer barrierefreien Lernumgebung und einer angepassten Leistungserfassung.</p>
<p><strong>Lernen mit der Vielfalt der Begabungen und Bedarfe<br />
</strong>Lernen mit der Vielfalt der Begabungen und Bedarfe, das ist das Zauberwort: Die Angst derer, die eine Vereinheitlichung und Verflachung und dadurch eine Verschlechterung  unseres traditionellen Schulsystems fürchten ist unbegründet. Das zeigen alle internationalen Vergleiche. Gerade Länder mit einem besonders inklusiven Schulsystem wie Finnland oder Neuseeland schneiden bei den PISA-Tests hervorragend ab. Finnland ist dabei immer unter den ersten drei, Neuseeland zwischen Rang 5 (2006) und 7 (2009). Und Österreich: „unter ferner liefen…“.</p>
<p>Brauchn wir dafür eine Sonderschule? Nein! Aber es braucht die Erfahrungen, die die großartigen Lehrer und Lehrerinnen  der Sonderschule in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben, für alle Schulen.</p>
<p><strong>Vision</strong> <br />
Zu allererst braucht es eine Vision: Die gibt uns Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention vor, der die Teilhabe an einem inklusiven Schulsystem für alle Schüler und Schülerinnen fordert. Das ist nicht nur eine Vision, sondern ein Recht und ein Gestaltungsauftrag an die Bildungspolitik.</p>
<p><strong>Bildungsplan für die Nachbarschaft oder den Bezirk</strong></p>
<p>Es braucht einen klaren Bildungsplan für die „Nachbarschaft“: In jedem Bezirk, in jeder kleinräumigen Nachbarschaft sollte es eine Schule geben, die gemischte Gruppen und eventuelle auch besondere Kompetenzen anbietet. Sozusagen Sozialraumorientierung der inklusiven Bildung&#8230;</p>
<p><strong>Unterstützung und Ressourcen<br />
</strong>Es braucht dazu die nötige Unterstützung durch geschulte Teams, aber auch durch die Angehörigen.</p>
<p>Es braucht dafür Ressourcen &#8211; gut ausgebildete LehrerInnen ist das wichtigste: bis 2020 solle jeder Lehrer, jede Lehrerin bei uns eine Grundausbildung in inklusiver Pädagogik haben. zusätzlich sollte es aber auch Lehrpersonal mit besonderen Fähigkeiten geben, die ihre Kollegen dabei unterstützen, mit SchülerInnen mit besonderem Unterstützungsbedarf oder mit herausforderndem Verhalten richtig umzugehen.</p>
<p>Ressourcen heißt aber auch: die nötige Ausstattung der Schulen, barrierefreie Architektur, eine Infrastruktur zur Unterstützung…</p>
<p><strong>Inklusiver Bildungsrucksack<br />
</strong>Zentral bei der ganzen Bildungsdebatte ist: Die Unterstützung und die Ressourcen sollten mit dem Kind gehen, wie ein Schulrucksack, den es sich umhängt und in die Schule seiner Wahl mitnimmt. Jetzt muss man die Schule nach der Unterstützung aussuchen, in Zukunft sollte völlig egal sein, wo das Kind hingeht – die entsprechende Unterstützung muss ihm sicher sein. Und daher sagen wir in der Lebenshilfe, dass es ausgesonderte Schulen nicht mehr geben soll. In der Übergangszeit sollte es eine gleichwertige Assistenz geben, egal ob in der hoffentlich bald obsoleten Sonderschule oder in einer Regelschule.</p>
<p> <strong>„Triple-A“  für die Bildung<br />
</strong>Die zentrale Haltung kann man durch ein <strong>„Triple-A“  für die Bildung</strong> formulieren:</p>
<p><strong>A wie Anerkennung</strong> von Verschiedenheit aller SchülerInnen.Diese Haltung zeigt ganz praktische Konsequenzen:</p>
<p><strong>A wie</strong>  <strong>Aufnahme</strong> aller SchülerInnen: Dazu benötigen wir  den Zugang in barrierefreie Schulgebäude, in barrierefreie Erwachsenenbildungseinrichtungen, LehrerInnen mit besonderen pädagogischen Kompetenzen, Unterstützungspersonal für Schüler mit Beeinträchtigungen… und:</p>
<p><strong>A wie Anpassung</strong> der bestehenden Lerninhalte (Curricula) an die unterschiedlichen Bedarfe der SchülerInnen, Anpassung der Leistungsbeurteilung und Anpassung der Lehrmethoden.</p>
<p> Inklusive Bildung braucht auch eine entsprechende Führung durch die Politik und die Verwaltung und die entsprechende Haltung der Schulleitungen und der KlassenlehrerInnen. Das schöne dabei: Inklusive Bildung führt automatisch zu Ganztags- und Gesamtschulen, da alles andere schlicht unlogisch ist…</p>
<p>Und es wird die ganze Bildungslandschaft verändern, da behinderte SchülerInnen bis zum Ende der Sekundarstufe 2 dabei sein werden, und danach sicher auch universitäre Bildungsmöglichkeiten oder die des Lebenslangen Lernen in Anspruch nehmen wollen…</p>
<p><em>Viele Anregungen für diesen Beitrag übernahm ich von einem wunderbaren Vortrag des neuseeländischen Professors  David Mitchell im April 2012 an der Universität Wien. Er ist Verfasser meherer Bücher über Inklusive Bildung. Sein letztes erschien gerade: David Mitchell, What really Works in Special and INclusive Education&#8221; (2011).</em></p>
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		<title>ABC der Inklusion &#8211; A wie Achtung und Anerkennung</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2012/05/04/abc-der-inklusion-a-wie-achtung-und-anerkennung/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 07:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter  A – Achtung und Anerkennung  Wenn wir nachdenken, was das Wort „Achtung“ bedeutet, so sehen wir zwei Möglichkeiten. Zum einen bedeutet es „Respekt“ vor einer Person. Zum anderen bedeutet es „achtgeben“, „achtsam sein“.  Respekt zeigen, also jemanden achten, bedeutet, ihn oder sie als ein gleichwertiges Gegenüber zu sehen und zu behandeln. Ich kann [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p> <strong>A – Achtung und Anerkennung</strong></p>
<p> Wenn wir nachdenken, was das Wort „Achtung“ bedeutet, so sehen wir zwei Möglichkeiten. Zum einen bedeutet es „Respekt“ vor einer Person. Zum anderen bedeutet es „achtgeben“, „achtsam sein“. </p>
<p>Respekt zeigen, also jemanden achten, bedeutet, ihn oder sie als ein gleichwertiges Gegenüber zu sehen und zu behandeln.</p>
<p>Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ich es anfangs meiner Arbeit in der Behindertenszene – und auch heute noch! – als sehr befremdlich ansah, wie Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung ganz selbstverständlich von allen möglichen Leuten geduzt wurden. Noch heute ist es mir unbegreiflich, dass ausgerechnet sie als „geistig“ behindert bezeichnet werden, die doch so ungeheuer schöne Kunstwerke schaffen, die sich durchaus selbstbewusst ihre Rechte als SelbstvertreterInnen erkämpfen, die in Gesprächen große Klugheit und großes Gespür für andere – eben „Geist“ zeigen. Und heute lernen wir in der Lebenshilfe schrittweise, was es heißt, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung mit ihrem eigenen Tempo und ihrer eigenen Ausdruckmöglichkeiten in Gremien oder in politische Arbeit einzubeziehen. Und das hat sehr viel mit ihrer Anerkennung als gleichwertige und gleichberechtigte BürgerInnen zu tun.</p>
<p>Respekt, Achtung zeigen, das hat etwas mit der Anerkennung der Würde von Menschen zu tun. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So formulierte es die allgemeine Deklaration der Menschenrechte (1948). „Unantastbare Würde“ zu haben bedeutet,  Anerkennung zum Ausdruck zu bringen: sie hängt nicht davon ab, was wir aus unserem Leben machen oder wofür es gut ist. Nicht weil er zu etwas taugt, nicht weil er etwas leistet, nicht weil er irgendwelchen Vollkommenheitsidealen entspricht, hat ein Mensch Würde, sondern weil er ein „Zweck an sich selbst“ ist. Dadurch ist er oder sie ein „Gegenstand der Achtung“. So hat es Immanuel Kant ausgedrückt. Die Achtung vor dieser Würde bildet den Kern allen staatlichen Handelns, aber auch eine wesentliche Grundlage der Ethik.</p>
<p>Das heißt auch, anzuerkennen, dass Menschen anders sind, verschiedene Begabungen, aber auch verschiedenen Bedürfnisse und Unterstützungsbedarfe haben.</p>
<p>In der „Grazer Deklaration über Behinderung und Alter“ (2006) forderten die großen europäischen Behinderten- und Altenverbände das erste Mal gemeinsam, „dass eine Kultur mit Autonomie, Würde, Wahlmöglichkeiten und Respekt gegenüber Menschen mit Behinderungen gefördert werden soll“. Das lässt sich gut mit dem Wort Achtung zusammenfassen: Eine Kultur soll also entstehen, in der Achtung vor Menschen mit Beeinträchtigungen gelebt wird, in Gesetzen, in Haltungen, im alltäglichen Verhalten. Die konkreten Rechte und Gestaltungsaufträge dazu beschreibt die Behindertenrechtskonvention (2008).</p>
<p>Anerkennung für Menschen mit Beeinträchtigungen zu zeigen, bedeutet im staatlichen Zusammenleben, dass wir sie als gleichwertige Bürgerinnen und Bürger ansehen. Auch wenn sie Unterstützung benötigen, bleiben ihre Freiheitsrechte und ihre Bürgerrechte unangetastet!</p>
<p>Achtung bedeutet, sie als selbstbestimmte AkteurInnen der Zivilgesellschaft ernst zu nehmen und solidarisch mit ihnen zu sein.</p>
<p>Achtsame Begleitung bedeutet, behinderte Menschen immer mehr als selbstbewusste NutzerInnen und in Zukunft hoffentlich als KundInnen mit allen Kundenrechten und einem eigenen Budget zu sehen.</p>
<p>Da liegt noch viel Weg vor uns – aber es lohnt sich, ihn zu gehen.</p>
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		<title>&#8220;So wie du bist&#8221; &#8211; von Erfolg, Freundschaft, Liebe und Fremdbestimmung</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2012/04/20/so-wie-du-bist-aber-noch-immer-unter-fremder-entscheidungshoheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 10:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Beeinträchtigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter So wie du bist &#8211; erfolgreich trotz Down-Syndrom Da hat der ORF wahrlich Großes geleistet in den letzten Tagen. Zuerst der wunderbare Film &#8220;So wie du bist&#8221; und dann in seinem Gefolge die großartige Dokumentation in Thema vom 16.4. über Elisabeth Kopecky, einer Frau mit Down-Syndrom, die gerade ihr Diplom eines inklusiven Hochschullehrgangs [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">So wie du bist &#8211; erfolgreich trotz Down-Syndrom</span></strong></p>
<p>Da hat der ORF wahrlich Großes geleistet in den letzten Tagen. Zuerst der wunderbare Film &#8220;So wie du bist&#8221; und dann in seinem Gefolge die großartige Dokumentation in Thema vom 16.4. über Elisabeth Kopecky, einer Frau mit Down-Syndrom, die gerade ihr Diplom eines inklusiven Hochschullehrgangs &#8220;Kommunale Bildung&#8221; abgeschlossen hat. Ihr Lebensweg und der ihrer engagierten Eltern sowie ihrer Freundín Friederike Pospischil (Vizepräsidentin der Lebenshilfe Niederösterreich) wurde einfühlsam gezeichnet. Eine Hommage an Frau Kopecky, die eine großartige Selbstvertreterin in der Lebenshilfe ist, an ihre Eltern aber auch ihre FreundInnen, die sie begleiten. Kompliment an die Thema-Redaktion, die immer wieder das Leben behinderter Menschen beispielhaft darstellt!</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>So wie du bist &#8211; aber noch immer unter fremder Entscheidungshoheit</strong></span></p>
<p>Viel wurde über die eindrucksvolle Schauspielleistungen von Juliana Goetze und Sebastian Urbanski und auch ihrer prominenten SchauspielkollegInnen im ORF-Film &#8220;So wie du bist&#8221;, ausgestrahlt am 11. April 2012 im Hauptabendprogramm, geschrieben. Zu Recht. Die Liebesgeschichte zweier Menschen mit Down-Syndrom, die heiraten wollen, berührte, war achtsam gegenüber den Problemen aber auch den Fähigkeiten von Menschen mit Down-Syndrom, war respektvoll auch gegenüber den Erfahrungen und Ängsten betroffener Eltern. Der Spielfilm war insgesamt ein sehr gelungener Beitrag für die öffentliche Bewusstseinsbildung, aber auch für die filmischen Beiträge des ORF. Schön wäre eine Weiterführung dieses Ansatzes &#8211; aus vielerlei Gründen. Unter anderem wegen der notwendigen Kritik, die auch geäußert werden sollte.</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Kritikpunkt 1: Wahlrecht gilt für alle &#8211; ohne Ausnahme</span></strong></p>
<p>Eine Schlüsselstelle des Filmes: zwei hochrangige Richterinnen – also juristische Instanzen und von daher für das Publikum Garant für sachliche Richtigkeit &#8211; im Gespräch: „Wir reden über Personen, die nicht einmal wählen dürfen, die überhaupt keine Lobby haben.“ Ich möchte nicht beckmessern, dass wir als Lebenshilfe oder in den vielen Partnerorganisationen in und um die öar eine durchaus effiziente Lobby sind, denn in Summe kann man wohl auch vertreten, dass dies bei weitem nicht genug ist. Aber der Satz mit dem „nicht wählen dürfen“ ist schlicht und ergreifend falsch! Und das sollte im Leitmedium ORF einfach nicht passieren!</p>
<p><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2012/04/Cover-Wir-haben-die-Wahl1.jpg"><img class="alignright" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2012/04/Cover-Wir-haben-die-Wahl1-211x300.jpg" alt="Cover-Wir-haben-die-Wahl1-211x300 in So wie du bist - von Erfolg, Freundschaft, Liebe und Fremdbestimmung" width="169" height="240" /></a></p>
<p>Das Wahlrecht ist in Österreich eine der bürgerlichen Grundfreiheiten und gilt selbstverständlich auch für Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung  / Menschen mit Lernschwierigkeiten. Ohne Wenn und Aber. Daher haben wir auch unsere Wahlbroschüre verfasst, die in Leichter Sprache geschrieben ist und die sich die Autoren vielleicht anschauen sollten. In diesem Punkt wünsche ich mir bessere Recherche seitens des Autorenteams.</p>
<p><strong></strong><strong><span style="color: #008000;">Kritikpunkt 2: Heirat ist durchaus möglich</span></strong></p>
<p>Zweiter Kritikpunkt: Es wurde der Eindruck vermittelt, und wieder im Gespräch zweier juristischer Autoritäten (die Richterin und ihr Anwalt), dass die beiden behinderten Liebenden zivilrechtlich nicht heiraten können, weil sie nicht geschäftsfähig sind. Punkt im Film. Und falsch. Natürlich können Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung heiraten. Es ist korrekt, dass sie dafür geschäftsfähig sein müssen. Für die behinderten Menschen, die nicht unter Sachwalterschaft stehen, ist das kein Problem. Wer hingegen unter Sachwalterschaft steht, braucht für eine Heirat die Zustimmung des Sachwalters, der Sachwalterin. Wenn die aber zustimmen, ist eine standesamtliche Heirat sehr wohl möglich.</p>
<p>Und hier hinkt der Film inhaltlich, weil eben diese Information vorenthalten wurde. Und künstlerische Freiheit ist hier m.E. kein Argument. Wenn die beiden Elternseiten am Ende des Filmes doch ganz glücklich mit der kirchlichen Heirat sind, warum muss man dann die „katholische“ Lösung suchen, also zwar die gegenseitige Spendung des Sakraments der offensichtlich doch einsichtsfähigen Liebenden, aber die elterlichen Sachwalter ermöglichen nicht die standesamtliche Heirat? Seltsam und irgendwie sehr österreichisch.</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">Fortsetzung gewünscht</span></strong></p>
<p>Aber hier wäre ja die Möglichkeit der Fortsetzung der schönen Geschichte. Die Eltern diskutieren das. Man kann natürlich dann auch Argumente bringen, dass die standesamtliche Heirat aus anderen &#8211; in vielen Fällen dann meist  finanziellen Erwägungen &#8211; nicht sinnvoll ist. Aber das sollte dann auch ausgesprochen und problematisiert werden. Oder: Offen bleibt die künftige Gestaltung der Paarbeziehung. Welche Unterstützung ist nötig? Wo hilft persönliche Assistenz zu einem Leben jenseits der elterlichen Fürsorge?<br />
Was bedeutet es für die Unterstützung, wenn die beiden wider Erwarten und statistische Wahrscheinlichkeit doch ein Kind bekommen?<br />
Was könnte es bedeuten, wenn die Eltern auf die Sachwalterschaft verzichten, um den erwachsenen „Kindern“ die Autonomie von sich zu ermöglichen. Welche Unterstützung, welche Alternativen zur traditionellen Sachwalterschaft wären denkbar?</p>
<p>Spannende Themen für weitere filmische und journalistische Bearbeitungen…</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong><span style="color: #008000;">Nachbemerkung: Web 2.0 für den ORF!</span></strong></span></p>
<p>Der Film und die Reaktionen darauf ist ein gutes Beispiel dafür, dass das ORF-Gesetz falsch liegt, wenn dem ORF eine eigene Web 2.0-Beteiligung (Facebook, Debattenforen…) verboten ist. Wenn das Publikum die Möglichkeit hätte, hier rasch zu reagieren, beförderte dies die Debatte, gäbe unmittelbar Feedback für die Autoren und Regisseure und unterstützte den öffentlich-rechtlichen Auftrag. Leider derzeit nur in der Möglichkeitsform.</p>
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		<title>Ich habe teil, also bin ich!</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 14:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bürger]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter Dieses Bild ist das Titelbild auf der Mitgliederzeitung &#8220;vivrensemble&#8221; (gemeinsam leben) einer unserer französischen Partnerorganisationen, der Dachorganisation UNAPEI. Inmitten der französischen Kampagne für die Präsidentenwahlen (Stichwort Sarkozy gegen Hollande und umgekehrt) fragt die UNAPEI: Im Wahlkampf geht es um die Umsetzung des wichtigsten Bürgerrechts, des Wahlrechts. Und wie steht es mit den Bürgerrechten [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p>Dieses Bild ist das Titelbild auf der Mitgliederzeitung &#8220;vivrensemble&#8221; (gemeinsam leben) einer unserer französischen Partnerorganisationen, der Dachorganisation UNAPEI.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2012/04/Französischer-Wahlkampf.jpg"><img class="size-full wp-image-412 aligncenter" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2012/04/Französischer-Wahlkampf.jpg" alt="Franz Sischer-Wahlkampf in Ich habe teil, also bin ich!" width="300" height="364" /></a></p>
<p>Inmitten der französischen Kampagne für die Präsidentenwahlen (Stichwort Sarkozy gegen Hollande und umgekehrt) fragt die UNAPEI: Im Wahlkampf geht es um die Umsetzung des wichtigsten Bürgerrechts, des Wahlrechts. Und wie steht es mit den Bürgerrechten in den Einrichtungen? Denn für Bürgerinnen und Bürger gilt: Ich partizipiere, ich nehme aktiv teil und habe aktiven Anteil an der Gestaltung meiner Umwelt, also bin ich. Also bin ich nämlich ein denkender und handelnder politischer Mensch. Und die UNAPEI übersetzt das ganz sachgemäß mit dem Wahlspruch „rien pour nous, sans nous“ – „Nichts über uns, ohne uns“!</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong>Ich denke, also bin ich</strong></p>
<p>Das ist eine schöne politische Weiterentwicklung eines der wichtigsten Sätze der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte: <strong>Cogito ergo sum</strong> „Ich denke, also bin ich“ ist der berühmte  erste Grundsatz des französischen Philosophen René Descartes. Diesen Satz formulierte Descartes, nachdem er über seine massiven Zweifel an der eigenen Fähigkeit, Dinge oder Sachverhalte zu erkennen, gründlich nachgedacht hatte.</p>
<p>Für ihn war dieser Satz eine nicht weiter kritisierbare Grundlage allen Denkens: „<em>Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.</em>“ Von diesem Fundament aus versucht Descartes dann, die Erkenntnisfähigkeit wieder aufzubauen.</p>
<p>Descartes hatte die meisten seiner Werke wie damals in Gelehrtenkreisen üblich in Latein verfasst, einzelne schrieb er jedoch auf Französisch. Dadurch wurden sie  für alle Menschen, die lesen konnten, zugänglich. Gerade dieser Satz „Je pense, donc je suis“ &#8211; &#8220;ich denke, also bin ich&#8221; wurde einer der geflügelten Sätze nicht nur in der Philosophie, sondern auch in der französischen und europäischen Kultur.</p>
<p>Und daher ist die Um-Formulierung „Je participe, donc je suis“ „ich habe teil, also bin ich“ &#8211; nämlich ein aktiver selbstbewusster Bürger, eine mit-gestaltende Bürgerin - ein schönes Motto und Bild nicht nur für französische, sondern auch für österreichische Menschen mit Beeinträchtigungen – und nicht nur für sie sondern für alle.</p>
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		<title>Nationaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen – Macht daraus ein Mutpaket trotz des Sparpakets!</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2012/03/01/nationaler-aktionsplan-fuer-menschen-mit-behinderungen-macht-daraus-ein-mutpaket-trotz-des-sparpakets/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 12:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eva</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[NAP Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Behindertenrechtskonvention]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.lebenshilfe.at/?p=404</guid>
		<description><![CDATA[Albert Brandstätter Ein Mutpaket trotz des Sparpakets – das ist die große Chance, die der NAP Behinderung für die Regierung darstellt. Entscheidend ist allerdings die verpflichtende Beteiligung der Länder und Kommunen an diesem wichtigen behindertenpolitischen Vorhaben. Denn: Ein NAP Behinderung ohne konkrete Maßnahmen behindert sich selbst und ein NAP ohne die Länder ist ein verhinderter [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p><strong>Ein Mutpaket trotz des Sparpakets – das ist die große Chance, die der NAP Behinderung für die Regierung darstellt. Entscheidend ist allerdings die verpflichtende Beteiligung der Länder und Kommunen an diesem wichtigen behindertenpolitischen Vorhaben. Denn: Ein NAP Behinderung ohne konkrete Maßnahmen behindert sich selbst und ein NAP ohne die Länder ist ein verhinderter NAP.<span id="more-404"></span></strong></p>
<p><strong>Noch mehr Mut zur öffentlichen Beteiligung</strong></p>
<p>Der vorliegende Entwurf des NAP Behinderung ist durchaus respektabel geworden und hat das Potential zu einem großen Wurf. Das kann ich guten Gewissens sagen, bei aller sinnvollen Kritik an fehlenden oder ungenügenden Maßnahmen, an fehlenden Indikatoren für die Erfolgsbeschreibung, an zu kurzen oder unpräzisen Zeithorizonten.</p>
<p>Der Entwurf ist sehr breit angelegt, an seiner Erarbeitung sind alle relevanten Ministerien – in unterschiedlicher Qualität – beteiligt gewesen. Viele Impulse aus der Zivilgesellschaft sind schon eingeflossen: aus dem Zivilgesellschaftsbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, aus den ersten Stellungnahmen, und aus der ersten Diskussionsveranstaltung 2011.</p>
<p>Dafür sollte man den RedakteurInnen des Entwurfs großen Respekt zollen, vor allem wenn man an ähnliche Vorhaben zu anderen Materien denkt, wo die Beteiligung des politischen Publikums genau auf diese Rolle beschränkt wird. Gerade in den letzten bei der Begutachtung des Sparpakets hat die Frist von einer Woche das zu unterschreitende Minimum an Beteiligung ja unüberbietbar unterboten! Und da geht’s ja nur um die Kleinigkeit von ein paar Milliarden Euro…</p>
<p>Aus dem in Ansätzen gelungenen Beteiligungsprozess  kann man aber für die Zukunft lernen, nämlich:  die Zivilgesellschaft noch systematischer, noch frühzeitiger und noch kontinuierlicher während der Erarbeitungsphase einzubinden. Dieser gegenseitige Lernprozess muss und wird stattfinden, denn er ist sinnvoll, er ist notwendig und füllt die Forderung der Konvention nach aktiver Teilhabe (Partizipation) mit dem nötigen Leben. <strong>Partizipation ist kein Formalvorgang, sondern ein lebendiger, sich ständig entwickelnder Prozess</strong>.</p>
<p>Noch immer gibt es ständig die Versuchung in den Ministerien oder Landesabteilungen, eine Materie zuerst intern zu erarbeiten, vielleicht schon die Eckpunkte auszuknobeln, und erst dann die zivilgesellschaftlichen Akteure einzubinden. Das passt nicht mehr. Weder, wenn an die Komplexität der Sachlagen denkt, noch wenn man die große Erfahrung und das gewachsene Selbstbewusstsein der Zivilgesellschaft einbezieht und schon gar nicht, wenn man die Grundsätze der Öffentlichkeitsbeteiligung oder eben die Vorgabe der UN-Behindertenrechtskonvention nach aktiver politischer Teilhabe ernst und nicht nur buchstabengetreu nimmt.</p>
<p><strong>Kehrtwende in der Behindertenpolitik einleiten</strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-405 alignleft" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2012/03/umkehrgebot.jpg" alt="Umkehrgebot in Nationaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen – Macht daraus ein Mutpaket trotz des Sparpakets!" width="108" height="108" />Stefan Doose hat uns bei unserer Tagung zur Inklusion vor zwei Jahren aufmerksam gemacht, dass es in Österreich doch das schöne – in anderen europäischen Ländern und bisweilen auch in unserem Land und sicher in der Politik eher unbekannte – Verkehrszeichen „Umkehrgebot“ gibt. Und genau darum geht es, wenn wir Inklusion als Vision ernst nehmen. Inklusion ist laut Salamanca –Erklärung „a never ending process“, also ein Leitstern, den man so leicht nicht erreichen wird, dem man aber folgen soll. Inklusion ist ein programmatisches Recht laut Konvention und muss ein Gestaltungsauftrag der Politik sein, denn den Stern wollen wir ja, nein müssen wir  ins Leben ziehen.</p>
<p>Und genau das aber muss auch das Grundprinzip des NAP sein: Es geht nicht um das vorsichtige Flicken von Baustellen oder nur um eine Anpassungen des Wegverlaufs. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bedeutet ein klares Umkehrgebot in sehr vielen Bereichen.</p>
<p>In der Fastenzeit möge mir die Erinnerung an die Geschichten der hebräischen Bibel erlaubt sein. Dort wird mit dem Begriff der Umkehr das beschrieben, was im christlichen Kontext „Buße“ heißt. Das Volk hat sich auf dem Weg verlaufen, ist in die Irre gegangen. Oder bewusst in die Wüste geführt worden. Und jetzt heißt es: Umkehr, Neuanfang. Also, umdrehen, zurückkehren zur letzten sinnvollen Wergmarke, einen neuen Weg suchen, neu Ausschau halten.</p>
<p>In unserem politischen Kontext heißt das: Sichtweisen ändern, personenzentrierte Dienstleistungen entwickeln, und eine Kehrtwende in der Behindertenpolitik einzuleiten. Dazu braucht das Papier – und natürlich meine ich  seine Autoren und Autorinnen &#8211; den  Mut zu einer weitreichenden Vision und einem Neu-Denken und Neu-Gestalten der Behindertenpolitik! Das sollte den Vorrang haben, nicht vorsichtige Novellierungen von Gesetzen, die eigentlich nicht mehr den veränderten Realitäten und schon gar nicht der Konvention angemessen sind. Neudenken heißt ja nicht unbedingt alles neu zu erfinden, sondern auch bisher übersehene oder ignorierte Erfahrungen, Modelle, Ideen in anderen Ländern oder Strukturen aufzugreifen, sich von ihnen anregen zu lassen und daraus in unserem Kontext Neues oder Verändertes zu entwickeln</p>
<p><strong>Beispiele für Kehrtwenden</strong></p>
<p>An drei Beispielen möchte ich dies verdeutlichen.</p>
<p>Kehrtwende 1 am Beispiel Sachwalterrecht: Hier muss die oberste Priorität sein, ein System der unterstützen Entscheidungsfindung unter Beteiligung aller betroffenen Gruppen herauszuarbeiten. Eine simple Novellierung des bestehenden Sachwalterrechts wird hier wohl nicht ausreichen. Der entsprechende Arbeitskreis sollte so rasch als möglich und sicher nicht erst nach den Wahlen 2013 initiiert werden. Und von Anfang an müssen die Betroffenen und ihre Vertretungsorganisationen eingebunden sein!</p>
<p>Kehrtwende 2 ist die Arbeit von Menschen mit Lernschwierigkeiten: Auch hier gilt es, die klare Zielsetzung zu sehen. Wir brauchen einen inklusiven Arbeitsmarkt mit einer Durchlässigkeit von der Werkstatt als gemeindenahem Unterstützungs- oder Begegnungszentrum bis hin zum ersten Arbeitsmarkt. Damit verbunden ist  eine rasche Umsetzung der Sozialversicherungsmöglichkeit für Menschen in Werkstätten und auch die Möglichkeit, einen Erwerbslohn für diese Tätigkeit zu erhalten. Hier geht es nicht um die Verschön- oder Verschlimmbesserung des Bestehenden, sondern um weitreichende Änderungen, die sowohl die Politik, die Interessenvertretung aber auch die Dienstleistungen betreffen.</p>
<p>Kehrtwende 3 ist die Herausformung eines inklusiven Schulsystems. Es geht uns hier nicht darum, die Arbeit der SonderschullehrerInnen schlecht zu machen, ganz im Gegenteil: Ihre großartige Kompetenz muss in das gesamte Schulsystem einfließen. Wir brauchen nicht exklusive – durchaus hochkompetente Sonderschulen &#8211; sondern das Gesamtsystem muss inklusiv werden bis hin zu den Formen des lebensbegleitenden Lernens. Und das bedeutet dann erst Wahlfreiheit: Wenn sich jetzt zu Recht besorgte Eltern zwischen einer tollen Sonderschule mit vielen Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten und einer Schule, wo das höchst rudimentär angeboten wird, entscheiden müssen, naja, das ist ja nicht wirklich Wahlfreiheit.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Ein Mutpaket trotz des Sparpakets</strong></p>
<p>Das alles kostet, und muss durch Umschichtungen, Neuschichtungen oder eben auch zusätzliche Investments durch die öffentliche Hand geleistet werden. Aber es lohnt sich. Und gerade hier ist eine Mehrjahresperspektive in der Planung und der Finanzplanung sinnvoll. Die Budgetlogik von zwei Jahren wird hier sicher nicht gehen.</p>
<p>Ja es lohnt sich, denn: Inklusion lohnt sich nicht nur für behinderte Menschen, sondern für alle Menschen.  Nur Mut also zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.</p>
<p>Ein Mutpaket trotz des Sparpakets – das ist die große Chance, die der NAP Behinderung für die Regierung darstellt. Entscheidend ist allerdings die verpflichtende Beteiligung der Länder und Kommunen an diesem wichtigen behindertenpolitischen Vorhaben. Denn: Ein NAP Behinderung ohne konkrete Maßnahmen und Zeithorizonte  behindert sich selbst und ein NAP ohne die Länder ist ein verhinderter NAP.</p>
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		<title>Inklusion ist auch in Krisenzeiten finanzierbar</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2012/01/26/inklusion-ist-auch-in-krisenzeiten-finanzierbar/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[NAP Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreheit]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[NAP-Behinderung]]></category>

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		<description><![CDATA[So geschehen in der Zero-Konferenz am 24. Jänner: der spanische Professor für Rechtsphilosophie Antonio L. Martínez-Pujalte López stellt nach einer klaren Darstellung des Paradigmenwechsels in Richtung soziales Modell der Behinderung und Inklusion die Frage, die wohl in allen Debatten dieser Art derzeit auftaucht: „Ja, und ist das in Zeiten der Finanzkrise überhaupt zu finanzieren?“ Seine [...]]]></description>
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<p>So geschehen in der Zero-Konferenz am 24. Jänner: der spanische Professor für Rechtsphilosophie Antonio L. Martínez-Pujalte López stellt nach einer klaren Darstellung des Paradigmenwechsels in Richtung soziales Modell der Behinderung und Inklusion die Frage, die wohl in allen Debatten dieser Art derzeit auftaucht: „Ja, und ist das in Zeiten der Finanzkrise überhaupt zu finanzieren?“ Seine in der spanischen Realität vermutlich noch viel spannendere Antwort: Ein vierfaches Ja.<span id="more-386"></span></p>
<p>Erstens: Nicht alle Veränderungen müssen durch Ausgaben bewirkt werden, es reichen Haltungsänderungen, veränderte Verfahrensweisen, andere Zugänge.<br />
Zweitens: Die allermeisten Maßnahmen sind kosteneffektiv und kosteneffizient. Natürlich gibt es anfangs oft hohe Investitionskosten, aber sie amortisieren sich rasch, vor allem, wenn man bedenkt, dass Investitionen in Barrierefreiheit Investitionen für alle sind.<br />
Drittens: Es ist daher – wenn absolut nicht zu vermeiden &#8211; nur eine Verlangsamung im Prozess der Ausgestaltung von Barrierefreiheit zu akzeptieren, ein Stopp absolut nicht!<br />
Und viertens: Jetzt ist die Zeit der Behinderung, oder anders ausgedrückt: Jetzt ist die Zeit für Gleichberechtigung und Inklusion.</p>
<p>Klingt das zu optimistisch? Ich finde nicht, sondern es scheint mir realistisch. Und es stimmt: Vor fünf Jahren noch waren Behindertenthemen noch viel weniger präsent. Und in der allgemeinen Klage über die Visionslosigkeit der Politik können wir ja in der Arbeit am Nationalen Aktionsplan die Vision der Inklusion und damit natürlich auch das Recht auf Inklusion noch viel deutlicher, stärker und zukunftsorientierter formulieren. Da kann Politik und da können wir in der Zivilgesellschaft Vision zeigen und umsetzen.</p>
<p>Und übrigens: Es ist unumgänglich nötig, dass sich die Länder am NAP Behinderung beteiligen.</p>
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		<title>Sozialverträglichkeit und Inklusionsverträglichkeit &#8211; zwei Prüfsteine für Gesetze und Budgets</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2012/01/13/sozialvertraeglichkeit-und-inklusionsvertraeglichkeit-pruefen/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 12:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Beeinträchtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[NAP-Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialverträglichkeitsprüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilhabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter Zum Jahresanfang darf man ja sich noch einiges wünschen. Da unser Leitbild gerade neu formuliert wurde, ein Auszug daraus als Wunsch: „Die Vision der Lebenshilfe Österreich ist eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit anerkannt und wertgeschätzt zusammenleben. Sie nehmen als Bürgerinnen und Bürger mit allen Rechten an [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p>Zum Jahresanfang darf man ja sich noch einiges wünschen. Da unser Leitbild gerade neu formuliert wurde, ein Auszug daraus als Wunsch:</p>
<p><em>„Die Vision der Lebenshilfe Österreich ist eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit anerkannt und wertgeschätzt zusammenleben.<br />
Sie nehmen als Bürgerinnen und Bürger mit allen Rechten an dieser inklusiven Gesellschaft teil und haben einen Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte persönliche Unterstützung.<br />
Das Gemeinwesen befähigt Menschen mit Beeinträchtigungen, ihre Entwicklungsmöglichkeiten in allen Lebensphasen und -bereichen zu entfalten, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, ihre Unterstützung frei zu wählen und die gesellschaftlichen Angebote selbstbewusst und nach ihren eigenen Bedürfnissen wahrzunehmen.<br />
Menschen mit Beeinträchtigungen führen ein Leben wie andere auch! <span id="more-375"></span></em></p>
<p><em>Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft, entwickeln die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes eine neue Achtsamkeit gegenüber Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, wodurch ihre gesellschaftliche Ausgrenzung zukünftig vermieden wird. Menschen mit Beeinträchtigungen werden als selbstverständlicher Bestandteil der Bürgergesellschaft gesehen. Sie werden in den Lebensalltag einbezogen und gestalten gemeinsam mit ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein solidarisches Zusammenleben. Dadurch werden Behinderungen durch die Gesellschaft abgebaut.<br />
Die inklusive Gesellschaft nützt allen Menschen!“</em></p>
<p>Das müssen wir eigentlich nur selber umsetzen und darauf achten, was die Politik in diesem Sinne denkt, plant und tut.<br />
Und da ist ja einiges offen: Einrichtung des Pflegefonds, Valorisierung des Pflegegeldes, Neuausrichtung der Sonderschulen und Aufbau inklusiver Schulen, Förderung inklusiver Arbeitsplätze, Erwerbslohn für Menschen in Werkstätten, Novelle des Sachwalterrechtes in Richtung unterstützte Entscheidungsfindung, bessere Unterstützung für SelbstvertreterInnen &#8230;</p>
<p>Und generell sollten wir uns bei den Gesetzesvorhaben und bei den Sparvorhaben zweierlei wünschen: eine Sozialverträglichkeitsprüfung und eine Inklusionsverträglichkeitsprüfung. Das nützt allen, denn: Inklusion lohnt sich.</p>
<p>Bis hierher  hatte ich am Freitag geschrieben. Heute, 16.1.,  ist der <a href="http://www.bizeps.or.at/downloads/entwurf_akion.pdf">NAP Behinderung </a>als Entwurf veröffentlicht worden. Vieles davon findet sich darin. Zwei Beispiele: Als &#8220;zentrale Vision&#8221; wird da eine &#8220;inklusive Gesellschaft&#8221; beschrieben, &#8220;die behinderten und anderen benachteiligten Menschen die Teilhabe an allen Aktivitäten der Gesellschaft ermöglicht wird&#8221;. Gut so, denn an diesem Anspruch wird sich der NAP und jedes künftige Gesetz prüfen lassen müssen. Auch die offenen Punkte auf der Agenda der Behindertenpolitik werden im NAP-Entwurf durchkonjugiert. Mehr dazu in den nächsten Blogs.</p>
<div id="attachment_396" class="wp-caption alignleft" style="width: 252px"><a href="http://www.bizeps.or.at/downloads/entwurf_akion.pdf"><img class="size-full wp-image-396" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2012/01/NAPb.jpg" alt="NAPb in Sozialverträglichkeit und Inklusionsverträglichkeit - zwei Prüfsteine für Gesetze und Budgets" width="242" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">NAP Behinderung</p></div>
<p>Zweites Beispiel: ein erstes Element für eine Inklusionsverträglichkeitsprüfung. Gleich zu Beginn des <a href="http://www.bizeps.or.at/downloads/entwurf_akion.pdf">NAP</a> werden &#8220;Grundsätze der Behindertenpolitik&#8221; aufgelistet. In den Maßnahmen heißt es unter Punkt 4: &#8220;Verpflichtende Folgenabschätzung über die Auswirkungen auf Menschen mit Behinderungen bei allen legistischen Vorhaben des Bundes durch entsprechende Ausführungen im Vorblatt der jeweiligen Regioerungsvorlage.&#8221; Das ist wohl der wichtigste Schritt hin auf eine Inklusionsverträglichkeitsprüfung.</p>
<p>Übrigens steht in den Zielsetzungen dieses Kapitels auf Seite 4: &#8220;Das gestärkte Selbstbewusstsein der Menschen mit Lernbehinderung soll u.a. auch dadurch gefördert werden, dass die Selbstvertretungsinitiativen von Menschen mit Lernbehinderung ausreichende staatliche Unterstützung erhalten und sie auch im Bundesbehindertenbeirat Gehör finden.&#8221; Und als Maßnahme 7 werden auch entsprechende finanzielle Unterstützungen seitens aller Ministerien angekündigt. Sehr gut, da braucht es nur noch die entsprechenden Budgetmittel. Und das wird dann auch der springende Punkt: Sparmaßnahmen müssen an der Inklusionsverträglichkeit gemessen werden.</p>
<p>Und übrigens: Die Länder müssen sich am NAP Behinderung beteiligen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Gedenken an Thomas Weißenbacher</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2011/12/23/im-gedenken-an-thomas-weissenbacher/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 10:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben mit Beeinträchtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter In den letzten Tagen ereilte uns die traurige Nachricht, dass unser Freund und Mitstreiter, der langjährige Vorsitzende von Vienna People First, Thomas Weißenbacher Mittwoch 21.12. früh verstorben ist. Es gibt Menschen, die bereiten einfach Freude, wenn man sie trifft, wenn man sich von ihnen verabschieden muss, wenn man mit ihnen eine gemeinsame Aktion vorbereitet, [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p>In den letzten Tagen ereilte uns die traurige Nachricht, dass unser Freund und Mitstreiter, der langjährige Vorsitzende von Vienna People First, Thomas Weißenbacher Mittwoch 21.12. früh verstorben ist. Es gibt Menschen, die bereiten einfach Freude, wenn man sie trifft, wenn man sich von ihnen verabschieden muss, wenn man mit ihnen eine gemeinsame Aktion vorbereitet, ja selbst dann, wenn man mit ihnen auch einmal streitet. So einer war Thomas, ein Intellektueller unter den Menschen mit Lernschwierigkeiten, ein Unermüdlicher im Kampf um die Rechte behinderter Menschen. Fröhlich selbst wenn es heiß herging, und immer ernsthaft in der Sache.</p>
<p><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/P_Weiszenbacher_neu.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-378" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/P_Weiszenbacher_neu.jpg" alt="P Weiszenbacher Neu in Im Gedenken an Thomas Weißenbacher" width="272" height="338" /></a></p>
<p><span id="more-348"></span>Ich erinnere mich noch genau an eine unserer ersten Begegnungen in meiner allerersten Zeit in der Behindertenpolitik. Da ging es um sein Spezialthema, die Sachwalterschaft. Und noch heute ergreift mich Bewunderung, mit welcher Akribie, mit welchem Sachverstand und mit welch brillanter Rhetorik Thomas uns damals seinen Standpunkt erklärte.</p>
<p>Thomas war einer der Leuchtpunkte der SelbstvertreterInnen in Österreich, Mutmacher und Hoffnungsvermittler. In den letzten Monaten habe ich ihn nur noch selten gesehen, da war er oft auch ein wenig müde, aber immer noch mit ansteckender Begeisterung dabei.</p>
<p>Der Vorsitzende von Vienna People First Oswald Föllerer schreibt: „WIR WERDEN SEIN ANDENKEN IN UNSEREN HERZEN WEITERTRAGEN. UND WIR WOLLEN SEINE BEGEISTERUNG UND SEINEN STARKEN BEITRAG FÜR DIE PEOPLE FIRST BEWEGUNG ALS AUFTRAG IN DIE ZUKUNFT MITNEHMEN.“ Dieser Auftrag gilt für uns alle.</p>
<p>Danke Thomas, und gute Reise auf deinen neuen Wegen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>3. Dezember &#8211; Nieder mit den Hindernissen!</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2011/12/05/3-dezember-nieder-mit-den-hindernissen/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 12:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter Viele Aktionen zum 3. Dezember, man kann gar nicht mehr alle besuchen. Das ist gut, weil viele Gruppen und Betroffene dezentral beteiligt sind. Es wäre aber auch gut, wenn es eine zentrale Veranstaltung der Regierung und / oder des Parlaments zu diesem Tag gäbe, die die Anliegen des Welttages für behinderte Menschen zur [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p>Viele Aktionen zum 3. Dezember, man kann gar nicht mehr alle besuchen. Das ist gut, weil viele Gruppen und Betroffene dezentral beteiligt sind. Es wäre aber auch gut, wenn es eine zentrale Veranstaltung der Regierung und / oder des Parlaments zu diesem Tag gäbe, die die Anliegen des Welttages für behinderte Menschen zur Sprache und ins Bild brächte.<span id="more-344"></span></p>
<p>Wo war ich dabei? Na klar, am Stephansplatz, bei der Aktion des Forum Selbstvertretung für die ÖAR (Jugend am Werk, Lebenshilfe, Diakonie, Caritas, Vienna People First). Ich kam von der Rotenturmstraße herauf, hörte von weitem ein Megafon schallen, dachte noch, da werden wieder viele unschuldige Touristen von einer Gruppe politischer Aktivisten beschallt, und siehe da: Es war Herr Föllerer von Vienna People First. Er bewies echt Kondition, über eine Stunde dämpfte er seine starke Stimme mit dem Verstärker.<br />
Und immerhin: Es kamen BM Hundstorfer, Stadträtin Wehsely, Preter Hacker, Helene Jarmer und viele Aktivisten der Szene&#8230;<br />
<a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/0_Reisst_d_Mauern_nieder.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-345" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/0_Reisst_d_Mauern_nieder-300x199.jpg" alt="0 Reisst D Mauern Nieder-300x199 in 3. Dezember - Nieder mit den Hindernissen!" width="300" height="199" /></a></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-349" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/000_Sozialminister2-300x225.jpg" alt="000 Sozialminister2-300x225 in 3. Dezember - Nieder mit den Hindernissen!" width="282" height="205" /><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/001_Heide_Tomacek_Sonja-Wehsely.jpg"></a></p>
<p><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/P10115532.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-370" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/P10115532-300x225.jpg" alt="P10115532-300x225 in 3. Dezember - Nieder mit den Hindernissen!" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/2_Reisst_d_Mauern_nieder.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-353" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/2_Reisst_d_Mauern_nieder-300x199.jpg" alt="2 Reisst D Mauern Nieder-300x199 in 3. Dezember - Nieder mit den Hindernissen!" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Und nieder mit den Mauern! H. Tomacek und A. Zehetner in Aktion.</p>
<p> Auch BM Hundstorfer reißt kräftig mit&#8230;<a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/DSC_0330.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-357" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/DSC_0330-300x199.jpg" alt="DSC 0330-300x199 in 3. Dezember - Nieder mit den Hindernissen!" width="300" height="199" /></a></p>
<p><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/DSC_03561.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-369" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/12/DSC_03561-300x199.jpg" alt="DSC 03561-300x199 in 3. Dezember - Nieder mit den Hindernissen!" width="300" height="199" /></a></p>
<p>&#8230;und Helene Jarmer ist mit dabei&#8230;</p>
<p>Noch mehr Fotos unter: </p>
<p><strong><a href="http://www.lebenshilfe.at/index.php?/de/Presse/Fotogalerie/Aktion-Reisst-die-Mauern-nieder-am-Tag-der-Menschen-mit-Behinderungen">http://www.lebenshilfe.at/index.php?/de/Presse/Fotogalerie/Aktion-Reisst-die-Mauern-nieder-am-Tag-der-Menschen-mit-Behinderungen</a></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Söbständi</title>
		<link>http://blog.lebenshilfe.at/2011/11/30/soebstaendi/</link>
		<comments>http://blog.lebenshilfe.at/2011/11/30/soebstaendi/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 10:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Brandstätter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Beeinträchtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Beeinträchtigung]]></category>
		<category><![CDATA[behindert]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Litaratur]]></category>
		<category><![CDATA[Ohrenschmaus]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmt leben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertreter]]></category>
		<category><![CDATA[SelbstvertreterIn]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Albert Brandstätter „Söbständi ist: Alles sölba macha, sölba denka und toan, söba kinna, söba bestimma, Verantwortung übernehma!“ Brauchen wir eine noch präzisere Beschreibung dessen, was „Selbstbestimmt leben“ bedeutet? Dann sollte man die wunderbare Lebensbeschreibung von Peter Gstöttmaier weiterlesen. Sie ist einer der Siegertexte des diesjährigen Ohrenschmaus, unvergleichlich vorgelesen von Chris Pichler, die den Witz, das [...]]]></description>
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<p>Albert Brandstätter</p>
<p>„Söbständi ist: Alles sölba macha, sölba denka und toan, söba kinna, söba bestimma, Verantwortung übernehma!“</p>
<p>Brauchen wir eine noch präzisere Beschreibung dessen, was „Selbstbestimmt leben“ bedeutet? Dann sollte man die wunderbare Lebensbeschreibung von Peter Gstöttmaier weiterlesen. Sie ist einer der Siegertexte des diesjährigen Ohrenschmaus, unvergleichlich vorgelesen von Chris Pichler, die den Witz, das Strahlende der Person Peter Gstöttmaier und die Achtsamkeit seiner Begleiter und seiner Schwester durch das Lesen noch deutlicher machte.<a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/11/DSCN1385.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-320" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/11/DSCN1385-300x225.jpg" alt="DSCN1385-300x225 in Söbständi" width="300" height="225" /></a><span id="more-299"></span></p>
<p>Der Weg vom Wohnen im Elternhaus über das Haus der Lebenshilfe hin zum eigenständigen Wohnen: das macht Mut, diesen Weg auch für andere zu gestalten. „Ich hob nämli seit 8.11.2010 eine ganz eigene Wohnung, eine wirkliche Wohnung, so wie Mama, mit 49 m² und ich mach alles söbständi. Alles ist piccobello sauber auch meine Wäsche und mein Arbeitsgewand. Ich kann gehen und kommen wann ich will, i muß niemand fragen. Wenn i will, koch i mir Paprikanudel. Ich kann mich supa sölba fortbringa. Zur Not hilft mir noch meine mobile Betreuerin Barbara L.“</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Literarischer Ohrenschmaus feierte würdig und stimmig  5 Jahre</strong></p>
<p>Ähnliches konnte man auch aus den Texten der anderen PreisträgerInnen heraushören: Die Lust aufs Leben, auf Licht, auf Zuwendung, das Kopfschütteln über die seltsamen Reaktionen anderer Menschen, die es zwar gut meinen, aber die Situation von Menschen mit Lernschwierigkeiten irgendwie nicht begreifen: die AutorInnen des heurigen Wettbewerbs standen stark im Zentrum der Preisverleihung, und das ist gut so. Die Initiative von Franz-Joseph Huainigg feierte würdige 5 Jahre im Museumsquartier, und dafür sei auch der Jury mit Felix Mitterer, Barbara Rett, Eva Jancak, Kurt Palm, Ludwig Laher, Heinz Janisch und Andrea Stift, die wesentlichen Anteil daran haben, dass dies ein Literaturpreis und nichts anderes ist, gedankt.</p>
<p>Die Siegertexte von Ruth Oberhuber aus Gallneukirchen von Reinhard Schmidt aus Hannover und Peter Gstöttmaier aus Grein sind nachzulesen unter: <a href="http://ohrenschmaus.net/">http://ohrenschmaus.net/</a> . Und übrigens: Es gibt eine tolle CD mit dem „best of“, gelesen von Chris Pichler und Frank Hoffmann. Sie ist im <a href="http://shop.orf.at/1/index.tmpl?ARTIKEL=4902&amp;SHOP=oe1&amp;CART=132264254510849964&amp;ID=%5bID%5d&amp;lang=DE&amp;SEITE=artikel-detail&amp;startat=1&amp;page=1&amp;suchtext=ohrenschmaus&amp;kommt=SUCHFORM&amp;such_shop=oe1&amp;AG01=%5bAG01%5d&amp;AG02=%5bAG02%5d&amp;sortid=%5bsortid%5d" target="_blank">Ö1-Shop</a> erhältlich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/11/Buch-Literaturpreis-Ohrenschmaus.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-322" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/11/Buch-Literaturpreis-Ohrenschmaus-184x300.jpg" alt="Buch-Literaturpreis-Ohrenschmaus-184x300 in Söbständi" width="184" height="300" /></a><a href="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/11/best_of_ohrenschmaus_CD.jpg"><img class="size-full wp-image-318 aligncenter" src="http://blog.lebenshilfe.at/wp-content/uploads/2011/11/best_of_ohrenschmaus_CD.jpg" alt="Best Of Ohrenschmaus CD in Söbständi" width="201" height="229" /></a></p>
<p>Und dazu: Ein Buch &#8220;Kann nicht schlafen,&#8221; mit den besten Texten des Ohrenschmaus ist, herausgegeben von Franz-Joseph Huainigg,  im <a href="http://www.bibliothekderprovinz.at/">Verlag der Provinz </a>erschienen. Weihnachten kommt…</p>
<p>Zum Schluss nochmals Peter Gstöttmaier: „I hob so a Freud, so a Riesenfreud und i bleib so lang söbständi, so long es geht, do kann kemma was will: Das beste für mi ist „söbständi“.“</p>
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