Archive for Juli, 2009

Studienreise der Lebenshilfe nach Luxemburg. Teil 1: Arbeitsrechtliche Lernerfahrungen

Mittwoch, Juli 15th, 2009

von Albert Brandstätter

Eines vorweg: Luxemburg hat kein Sozialministerium. Alle Agenden für Behindertenarbeit werden im Familienministerium koordiniert, die Verantwortung für die Arbeit von Menschen mit Behinderungen hingegen liegt beim Arbeitsministerium. Logisch eigentlich, aber ungewohnt. Das war eine der überraschenden Erkenntnisse einer Studienreise der Lebenshilfe Österreich mit ihren Mitgliedsorganisationen nach Luxemburg.

A.P.E.M.H. (Association des parents d’enfants mentalement handicapés)

Auch dort gibt es eine Elternorganisation, mit der wir in regelmäßigem Austausch stehen. Die A.P.E.M.H. (Association des parents d’enfants mentalement handicapés) hat ihr Hauptquartier in der„Domaine du Château“ in Bettange-sur-Mess, einem kleinen Ort, 20 Autominuten von der Stadt Luxemburg entfernt. Staunen, wenn man dort ankommt: Die „Domaine du Château“ ist genau das , was der Name ankündigt: ein reizendes kleines, denkmalgeschütztes und von der Regierung liebevoll restauriertes Schloss. Das sind die Büros der APEMH, dazu auch ein oder zwei Regierungsstellen, rundherum eine große Werkstatt für Menschen mit Lernschwierigkeiten: eine Küche, Gärtnerei, Landwirtschaft mit Viehzucht und angeschlossener Metzgerei, ein wunderschöner Verkaufsladen, in dem das ganze Dorf die hervorragenden Fleisch- und Milchprodukte und auch Eine-Welt-Artikel kaufen kann, die zweitgrößte Eierproduktion in Luxemburg, Tischlerei und und und. Wer mehr davon sehen will: www.apemh.lu .

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Europe in Action: Vier Tage Tampere

Montag, Juli 6th, 2009

von Tobias Buchner

Vom 24. – 27.Juni 2009 durfte ich als Delegierter der Lebenshilfe Österreich an der diesjährigen Tagung „Europe in Action: My Life! Full Participation and Equality!“ teilnehmen. Der Kongress fand in Tampere, der zweitgrößten Stadt Finnlands statt – ein Ort, der aufgrund seiner ehemals stark industriellen Ausrichtung auch „das Manchester Finnlands“ bezeichnet wird.

Insgesamt nahmen in den vier Tagen über 300 Personen aus über 25 Ländern teil. Der Titel „My Life“ gab die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung vor: SelbstvertreterInnen diskutierten gemeinsam mit Familienangehörigen und RepräsentantInnen von Einrichtungen der Behindertenhilfe, wie gleichberechtigte Teilhabe in allen Teilen der Gesellschaft unter Bezugnahme auf die UN-Konvention der Rechte von Menschen mit Behinderung erreicht werden kann.

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Ab in die Ferien

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Für rund 2.000 Schüler sind es die letzten Schulferien. Und sie freuen sich gar nicht darüber.

Aktuelles Artikel Ab-in-die-Ferien Foto-Erich-Turner-300x200 in Ab in die Ferien

Bild Ab in die Ferien

Des einen Freud, des anderen Leid. Während die meisten Jugendlichen die Ferien als willkommene Abwechslung erleben, heißt es auch dieses Jahr wieder für rund 2.000 Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf nach den Ferien „Du musst draußen bleiben.“ Und das ist nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Sie verabschieden sich nämlich nicht freiwillig vom Schulbetrieb, sondern werden vom Gesetzgeber dazu gezwungen.

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